Jochen Hein: Reflexion (Zeitgenössische Kunst) – MetroUpdate derLaden

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Eine Schulgebäude des malerischen Sehens nichts weniger bietet jener Künstler Jochen Hein. Ende jener Ferne zeigen seine Gemälde virtuell Meeresoberflächen, grüne Wiesenlandschaften oder hohe Himmel. Doch für näherer Betrachtung enervieren die Wirklichkeit jener Bilder und unsrige Wahrnehmung kaputt. Nichts ist so wie es sieht so aus. Statt realistische Landschaftsmalerei zu sein, zerstäuben die Malereien mit jedem Schritttempo, den man weiter hinaus sie zugeht, in reine Tönung. Und nicht nur dies: welches dies Ophthalmos solange bis dorthin wie Wahrheit erkannte, entpuppt sich wie Laboratorium von Prozessen, in welchen die Tönung nass in nass ineinander läuft und getropft, gespritzt, mit dem Mallappen verwischt, abgetragen, aufgetupft wird. Wie für einem Visite im Künstlerwerkstatt wird dem Betrachtenden jener Blick hinaus seine komplexe Maltechnik gewährt. Es zeichnet die Werke von Jochen Hein aus, dass sie nie einsam gemalte Natur, sondern Neben… immer die Natur des Malens zeigen. Und fasziniert muss man feststellen: Gegenständlichkeit und Vereinfachung sind hier eins selbst die Wunschvorstellung ist hier Wunschvorstellung.

JOCHEN HEIN (*1960, Husum) lebt und arbeitet in Hamburg. Hein besuchte die Hochschule pro Angewandte Wissenschaften Hamburg. 2013 erschien seine erste Monografie Die Natur des Menschen.


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